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Simonetta Sommaruga

Bundesrätin

"Der Prozess der Gleichstellung ist längst nicht abgeschlossen. Denn nach wie vor sind die Frauen zu wenig oder gar nicht in den Führungsgremien der Unternehmen vertreten und die Differenz zwischen Männer- und Frauenlöhnen besteht immer noch: Frauen erhalten für die gleiche Arbeit vielerorts weniger Lohn als Männer. Diese Situation ist unhaltbar; sie muss sich endlich ändern. Ich erachte die Gleichberechtigung beim Lohn als selbstverständlich. Wir Frauen müssen auf dieser Forderung beharren, sie immer und überall mit Nachdruck wieder stellen. Dazu trägt auch der Equal Pay Day bei. Wenn ich in meinem Amt dazu beitragen kann, hier weitere Fortschritte zu erzielen, werde ich das tun."
(Bild: DFJP, Peter Mosiman)

Dr. Aurelia Frick

Regierungsrätin, Liechtenstein

In den vergangenen Jahren haben sich Mann und Frau in Bezug auf das Thema Chancengleichheit immer mehr angenähert - eine schöne Entwicklung. Und doch ist es leider keine Neuheit: Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer. Der Equal Pay Day - der Tag der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau - ist deshalb wichtig. Er ist wichtig, weil er uns diese Schlechterstellung vor Augen hält. In Liechtenstein verdienen Männer gemäss Medianlohn 14.6% mehr als Frauen. Das heisst, dass Frauen bis zum 22. Februar des darauffolgenden Jahres arbeiten müssen, um das Gehalt zu verdienen, welches ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember erhalten haben.

Die Lohnungleichheit von 14.6% ist nicht nur auf die tatsächliche Lohndiskriminierung, sondern auch auf die fehlenden Strukturen und Rahmenbedingungen in unserem Land zurückzuführen. So ist es zum Beispiel für Frauen noch immer viel schwieriger, in Führungspositionen aufzusteigen. Mir ist es deshalb besonders wichtig, dass eine Diskussion dieser Rahmenbedingungen stattfindet, gerade auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sylvie Durrer

Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann

Die Lohndiskriminierung zu bekämpfen ist eine Frage der Gerechtigkeit der Gerechtigkeit gegenüber den diskriminierten Personen, den Frauen vor allem, aber auch ihren Familien, besonders den Einelternfamilien, die häufig in Prekarität, oder gar in Armut leben.
Die Lohndiskriminierung zu bekämpfen ist auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber denjenigen Unternehmen, die das Gleichstellungsgesetz völlig respektieren und die sich einem deloyalen Wettbewerb stellen müssen, mit Unternehmen die unrechtmässig an gewissen Löhnen sparen.
Die Lohndiskriminierung ist nicht nur ein kurzfristiges, sondern auch ein langfristiges Problem, weil sie auch Auswirkungen auf die sozialen Renten hat und, in gewissen Fällen dazu führt, dass eine Unterstützung durch Ergänzungsleistungen durch die Öffentlichkeit nötig sein wird.
Es gibt also ein vorherrschendes gemeinsames Interesse, diese Frage eine Antwort zu geben.

Eveline Widmer-Schlumpf

Alt-Bundesrätin

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". An sich eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch ist diese frauenpolitische Forderung noch immer aktuell. Das verfassungsmässige Recht ist nicht überall konsequent umgesetzt. Nach wie vor lassen Bewertungs- und Bezahlungssysteme eine Ungleichbehandlung zu. Darauf ist immer wieder hinzuweisen. Die Öffentlichkeit ist für diese Problematik zu sensibilisieren. Der EqualPayDay nimmt dieses Thema auf und erinnert die gesellschaftlichen Akteure an ihre entsprechende Verantwortung.

Doris Leuthard

Alt-Bundesrätin

«Frauen setzen Akzente in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur. Frauen sind eine wichtige Stütze der Gesellschaft und tragen zur Entwicklung der gesamten Wirtschaft bei. Frauen sind eine treibende Kraft in vielen Schweizer Unternehmen. Dieser Beitrag muss honoriert werden - abhängig von der erbrachten Leistung und unabhängig vom Geschlecht. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit darf nicht länger ein Lippenbekenntnis sein, sondern muss Realität werden. Ich fordere Wirtschaft und Politik zur Tat auf. Ich ermuntere die Frauen, für ihre Lohnrechte zu kämpfen. Initiativen wie equalpayday unterstützen uns dabei.»

Micheline Calmy-Rey

Alt-Bundesrätin

"Manche Ungerechtigkeiten sind so schwer zu beseitigen, wie zäh klebendes Pech. Zwar ist die Lohngleichheit - gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frau und Mann - seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Doch heute, beinahe 30 Jahre später, sind die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern noch immer sehr hoch. Im vergangenen Jahr haben Bund und Sozialpartner gemeinsam den "Lohngleichheitsdialog" lanciert, um endlich entschieden gegen diese Lohndiskriminierung anzukämpfen. Der Equal Pay Day bietet Anlass, dieses Thema im öffentlichen Bewusstsein präsent zu halten und solange konkrete Schritte einzufordern, bis die Lohngleichheit Realität ist."

Pascale Bruderer-Wyss

Ständerätin

Der 22. Februar markiert das Ende jenes Zeitraums, den eine Frau über den Jahreswechsel hinaus arbeiten muss, um den Jahresverdienst ihres männlichen Arbeitskollegen zu erreichen. Die höchst berechtigte, ja im Grunde selbstverständliche Forderung nach Lohngleichheit ist noch immer nicht erfüllt, das ist unverständlich und inakzeptabel. Aber es ist nicht unveränderbar! Initiativen wie der Equal Pay Day machen diesen Missstand sichtbar und den Handlungsbedarf deutlich. Engagieren wir uns gemeinsam - und verhelfen wir unseren Rechten zum Durchbruch.

Markus Theunert

Präsident männer.ch - Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen

«Wir Männer haben ein Eigeninteresse, dass Frauen gleich gut entlöhnt werden wie wir. Sonst tappen wir noch lange in die Ernährerfalle.»
 (www.maenner.ch)

Corine Mauch

Stadtpräsidentin Zürich

«Frauen leisten den Löwenanteil der unbezahlten Arbeit in unserer Volkswirtschaft, und bei der bezahlten Arbeit erhalten sie nach wie vor fast ein Fünftel weniger Lohn als Männer. Das ist die Realität  - auch nach 28 Jahren Gleichberechtigungsartikel in der Bundesverfassung. Mit dem Equal Pay Day wird dieser Missstand endlich wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Ich engagiere mich gegen die ungerechte und ungerechtfertigte Aufteilung gesellschaftlicher Leistungen auf die beiden Geschlechter und gegen die Lohndiskriminierung von Frauen. Frauen sind aufgerufen, mit Mut hinzustehen und ihre Rechte dezidiert einzufordern. Und Männer gefordert, mit Überzeugung ihren Teil zur Beseitigung dieser Ungerechtigkeit beizutragen.»

 

Kontakt

Equal Pay Day Initiative
BPW Switzerland, Badenerstrasse 255, 8003 Zürich, E-mail

Überparteiliche Frauenallianz

 

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