Statements

"Lohngleichheit ist keine Glaubensfrage: Sie ist in der Bundesverfassung verankert und wichtig für die Gleichstellung von Frau und Mann."

"Bei der rechtlichen Gleichstellung wurde in den vergangenen Jahren viel erreicht. Bei der effektiven Gleichstellung, unter anderem bei der Lohngleichheit hapert es aber noch. Lohnunterschiede, die nicht begründbar sind, sind inakzeptabel. Wer Ungleichheit sät, wird Ungleichheit ernten."

Doris Leuthard, alt Bundesrätin

 

"Ich darf klar feststellen, dass die bernische Kantonsverwaltung im Bereich Lohngleichheit im Gesamtvergleich relativ gut dasteht. Trotzdem gibt es noch Unterschiede.

Dies lässt mich die folgenden Forderungen aufzustellen:

  • Forderung 1: Es sind gezielt Möglichkeiten zu schaffen, dass für alle die gleichen Chancen bestehen, Kaderpositionen zu erreichen.
  • Forderung 2: Allen Frauen soll Mut gemacht werden, damit sie auch wirklich bereit sind, den Weg in Kaderpositionen einzuschlagen.
  • Forderung 3: In Kaderpositionen braucht es vermehrt eine gesunde Durchmischung aller Geschlechter, da sich diese in ihrer Denk- und Handlungsweise ideal ergänzen.
  • Forderung 4: Darum muss es nicht mehr nur heissen: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, sondern vermehrt: gleicher Beitrag zum Erfolg, gleicher Lohn!"

Beatrice Simon, Regierungsrätin, BPD, Bern

 

"Trotz Verfassungsauftrag seit 30 Jahren gibt es heute zwischen Mann und Frau immer noch eine unerklärbare Lohndifferenz von fast 10%.

Zeit, dass wir genau hinsehen, die notwendigen betrieblichen Analysen machen und Verbesserungen umsetzen. Das sind wir den Frauen schuldig"

Werner Luginbühl, Ständerat, BDP, Bern

"Seit 1981 steht klipp und klar in der Bundesverfassung: ?Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.? Es ist wirklich Zeit, diese Bestimmung umzusetzen!"

Brigitte Häberli-Koller, Ständerätin, Thurgau und Mitglied BPW

"Bei der Forderung nach Lohngleichheit geht es nicht um finanzielle Bagatellen, wie man(n) manchmal behauptet. Ein Lohnunterschied von wenigen hundert Franken bei Karrierebeginn kann bis zur Pensionierung auf eine halbe Million Franken anwachsen. Das ist schlicht ungerecht und diskriminierend und geht uns darum alle etwas an!"

Priska Seiler Graf, Nationalrätin, SP Zürich

"Ungerechtigkeiten sind nach wie eine gesellschaftliche Realität in unserem Alltag. Zu viele akzeptieren dies mit einer beschämenden Gleichgültigkeit. Statt sich mit der Frage auseinanderzusetzen, weshalb Lohngleichheit zwischen Mann und Frau noch keine Realität ist. Statt sich mit der Frage auseinanderzusetzen, weshalb die beruflichen Chancen der Frauen unnötig und blödsinnig erschwert werden."

Martin Landolt, Nationalrat, BDP, Glarus

"Lohndiskriminierung führt zu einer Verzerrung des Wettbewerbs, die unfair entlöhnenden Unternehmen gegenüber fair entlöhnenden einen Vorteil verschafft."

Elisabeth Bosshart, Präsidentin BPW Switzerland

"Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Der Equal Pay Day erinnert uns daran, dass die Lohndiskriminierung trotz guter Absichtserklärungen weiter zunimmt. Das ist ein Skandal! Wirtschaft und Politik sind weiterhin gefordert die Lohngleichheit zu erreichen. Dazu gehören echte und wirksame Massnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie - jetzt und nicht erst Morgen!"

Adrian Wüthrich, SP-Nationalrat und Präsident Travail.Suisse

"Cicero hat einmal gesagt: ?Nichts, dem die Gerechtigkeit mangelt, kann moralisch richtig sein.? Ungerechtigkeit wo auch immer sie vorkommt ist zu beheben. Das gilt auch für die Ungerechtigkeiten bei den Löhnen. Männer und Frauen müssen endlich für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn haben. Deshalb, bitte endlich wirklich hinschauen und korrigieren."

Rosmarie Quadranti-Stahel, Nationalrätin, BDP, Zürich

"Geben Sie ihrer Tochter weniger Taschengeld, als Ihrem Sohn? Was Ihnen nicht in den Sinn kommen würde, passiert aber in der Arbeitswelt. Frauen verdienen weniger für gleiche Arbeit. Es braucht den Willen und das entschiedene Handeln von Politik UND Wirtschaft, damit diese Ungerechtigkeit Geschichte wird."

Flavia Wasserfallen, Nationalrätin, SP, Bern

"Beschämend, dass in der Schweiz und in anderen Ländern die Lohnungleichheit immer noch eine Tatsache ist. Umso wichtiger, dass sich Politik und Wirtschaft engagiert für die Lohngleichheit einsetzen und diese endlich umsetzen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Lohngleichheit jetzt!"

Karl Vogler, Nationalrat, CVP, Obwalden

"Die Änderung des Gleichstellungsgesetzes hat das Potenzial, dem einen oder anderen Arbeitgeber eine erhellende Lampe anzuzünden. Diese Erleuchtung sollten möglichst viele Unternehmen erleben!"

Martina Munz, Nationalrätin, SP, Schaffhausen

"Die bisherige Freiwilligkeit führte nicht zur Lohngleichheit. Jetzt braucht es verbindliche Massnahmen und Transparenz, damit die Löhne der Frauen nicht länger im Hintertreffen sind und die Rentenlücken geschlossen werden."

Edith Graf-Litscher, Nationalrätin, SP, Thurgau 

"2019 sind es  genau vierzig Jahre her, seit tausende Frauen sich in Bern versammelt haben um die Unterzeichnung der europäischen Menschenrechtskonvention zu verlangen unter der Bedingung der Einführung des Frauenstimmrechtes.

Zwei Jahre später wurde die Forderung Tatsache. Endlich durften Frauen abstimmen und wählen. Zehn Jahre später fand die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung und insbesondere gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit Eingang in die Eidgenössische Bundesverfassung. 1995 wurde dieser Grundsatz im Gleichstellungsgesetz verankert. 

In der Realität jedoch ist die Lohngleichheit für Frauen und Männer noch keineswegs überall umgesetzt. Bekanntlich zeigen Analysen, dass Frauen aus statistisch nicht abschliessend erklärbaren Gründen weiterhin rund sieben Prozent weniger verdienen als Männer. Das entspricht in etwa 7000 Franken pro Jahr. 

Der Equal Pay Day erinnert und mahnt uns, dass verfassungs- und gesetzeskonforme Rechtsansprüche schlecht eingelöst werden. Das kann und darf sich unsere Gesellschaft nicht leisten."

Marianne Streiff-Feller, Nationalrätin, CVP, Bern

Film Girls Just Want Equal Funds w/ Cyndi Lauper

 

Kontakt

Equal Pay Day Initiative
BPW Switzerland, Badenerstrasse 255, 8003 Zürich, E-mail

Überparteiliche Frauenallianz

 

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