Equal Pay Day 2019

Der Equal Pay Day wird am 22. Februar 2019 stattfinden.

Ein Argumentarium zur Lohngleichheit.

Um zur demokratischen Debatte mit Tatsachen und fundierten Zahlen beizutragen, veröffentlicht BPW Switzerland ein Argumentarium zur Lohngleichheit auf Deutsch, Französisch und Englisch. Es kann kostenlos über die Geschäftsstelle von BPW Switzerland bezogen werden.

Revision des Gleichstellungsgesetzes

Am 14. Dezember 2018 verabschiedete das eidgenössische Parlament die Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG).

Darin werden alle Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitenden (Lernende werden nicht angerechnet) dazu verpflichtet, während 12 Jahren alle 4 Jahre eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen.

Die Pflicht entfällt in bestimmten Fällen:

  • Wenn das Unternehmen ohnehin einer Kontrolle unterliegt (Angebot zu einem öffentlichen Auftrag, Antrag auf Subventionen);
  • Wenn das Unternehmen vor weniger als 4 Jahren im Rahmen einer solchen Kontrolle nachgewiesen hat, dass es die Anforderungen erfüllt;
  • Wenn eine Analyse bei einem Unternehmen zeigt, dass die Lohngleichheit eingehalten ist, dann ist das Unternehmen von der weiteren Analysepflicht befreit.

Der Bund stellt allen Unternehmen ein kostenloses Standard-Analyse-Tool zur Verfügung, auch andere wissenschaftliche und rechtskonforme Analysemethoden sind zulässig.

Die Analyse ihrerseits wird überprüft. Das Verfahren richtet sich nach dem Arbeitgeber:

  • Private Unternehmen, die dem Obligationenrecht unterstehen, müssen die Analyse von einer unabhängigen Stelle überprüfen lassen. Das kann eine Revisionsstelle, eine Gleichstellungsorganisation oder eine Gewerkschaft sein. Ist das Unternehmen an der Börse kotiert, werden die Ergebnisse im Jahresbericht veröffentlicht.
  • Für die Bundesverwaltung ist der Bundesrat beauftragt, die Durchführung der Analysen zu regeln.
  • Die Kantone sind beauftragt, die Durchführung in ihrem Zuständigkeitsbereich zu regeln.

Die Mitarbeitenden werden über die Resultate ebenfalls orientiert. Auch dies richtet sich nach dem Arbeitgeber:

  • Bei privatrechtlichen Arbeitgebern müssen die Mitarbeitenden spätestens ein Jahr nach der Analyse schriftlich über das Ergebnis informiert werden.
  • Bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern (Bundes-/Kantonsverwaltung) werden die Ergebnisse und die Überprüfung sogar veröffentlicht.

 Ab wann die Lohngleichheitsanalysen durchzuführen sind, wird vom Bundesrat, ggf. unterschiedlich nach Unternehmensgrösse, festgelegt.

Der Bundesrat muss eine Evaluation der Wirksamkeit der neuen Vorschriften durchführen und dem Parlament nach zwei durchgeführten Analysen, spätestens neun Jahre nach Inkrafttreten, Bericht erstatten.

Der Bundesrat wird nach dem Erarbeiten der notwendigen Umsetzungsbestimmungen über das Inkrafttreten der Änderungen beschliessen. Die Geltung der Änderungen ist auf zwölf Jahre befristet.

Lohngefälle zwischen Frauen und Männern im Jahr 2016 auf 14,6%.

Frauen verdienten 2016 im privaten Sektor 14,6% weniger als Männer, im öffentlichen Sektor waren es insgesamt 12,5%.
Es sind die ersten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Pressekommunique.

EQUAL PAY DAY 22. FEBRUAR 2019

Bis zu diesem Tage arbeiten Frauen gratis, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn erhalten. Business and Professional Women sind jedoch klar der Meinung:

«Danke an die Politik, jetzt ist die Wirtschaft am Zug»

Wir setzen uns dafür ein, dass der Lohnunterschied von 14,6 % verschwindet.

«Lohngleichheit ist doch kein Thema mehr - das ist ja in der Bundesverfassung verankert!»

Gerade von jungen Menschen hören wir Business and Professional Women BPW dieses Argument vielfach anlässlich des Aktionstages Equal Pay Day. Ja, sie haben Recht - die Bundesverfassung, Artikel 8, Absatz 3 regelt:

«(...) Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»

Tatsache ist, dass die gesetzliche Reglung besteht, jedoch nicht von allen Unternehmungen umgesetzt wird. Dies ist insbesondere jungen Menschen, diee auf dem Weg ins Berufsleben sind, nicht klar. Wir Business and Professional Women BPW haben uns deshalb für die nächsten Jahre das Motto gesetzt: «Sensibilisierung junger Menschen.» Es ist uns ein Anliegen, die jungen Frauen und Männer über diese Thematik zu informieren und zu sensibilisieren ? vielen sind die negativen Auswirkungen dieser Lohnlücke nicht oder zu wenig bekannt: Zum Beispiel leiden viele Frauen später an einer erheblichen Rentenlücke. Um diese Lücke auszugleichen muss dann evtl. der Sozialstaat (und damit die gesamte Bevölkerung) in die Tasche greifen.

Internationale Koalition für Lohngleichheit

Die ILO, UN Women und die OECD haben im September 2017 die Equal Pay International Coalition (EPIC) gegründet. Diese soll dazu beitragen, das Strategische Nachhaltigkeitsziel 8.5 «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Mann und Frau» zu erreichen.

Equal Pay Day - ein weltweites Projekt von BPW International

Amani Asfour, Präsidentin BPW International, unterstützt die EqualPayDayKampagne in Europa und in der Schweiz.

 

Kontakt

Equal Pay Day Initiative
BPW Switzerland, Badenerstrasse 255, 8003 Zürich, E-mail

Überparteiliche Frauenallianz

 

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