Simonetta Sommaruga, Bundesrätin

"Der Prozess der Gleichstellung ist längst nicht abgeschlossen. Denn nach wie vor sind die Frauen zu wenig oder gar nicht in den Führungsgremien der Unternehmen vertreten und die Differenz zwischen Männer- und Frauenlöhnen besteht immer noch: Frauen erhalten für die gleiche Arbeit vielerorts weniger Lohn als Männer. Diese Situation ist unhaltbar; sie muss sich endlich ändern. Ich erachte die Gleichberechtigung beim Lohn als selbstverständlich. Wir Frauen müssen auf dieser Forderung beharren, sie immer und überall mit Nachdruck wieder stellen. Dazu trägt auch der Equal Pay Day bei. Wenn ich in meinem Amt dazu beitragen kann, hier weitere Fortschritte zu erzielen, werde ich das tun."
(Bild: DFJP, Peter Mosiman)

Dr. Aurelia Frick, Regierungsrätin, Liechtenstein

In den vergangenen Jahren haben sich Mann und Frau in Bezug auf das Thema Chancengleichheit immer mehr angenähert - eine schöne Entwicklung. Und doch ist es leider keine Neuheit: Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer. Der Equal Pay Day - der Tag der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau - ist deshalb wichtig. Er ist wichtig, weil er uns diese Schlechterstellung vor Augen hält. In Liechtenstein verdienen Männer gemäss Medianlohn 17.2% mehr als Frauen. Das heisst, dass Frauen bis zum 24. Februar des darauffolgenden Jahres arbeiten müssen, um das Gehalt zu verdienen, welches ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember erhalten haben.

Die Lohnungleichheit von 17.2% ist nicht nur auf die tatsächliche Lohndiskriminierung, sondern auch auf die fehlenden Strukturen und Rahmenbedingungen in unserem Land zurückzuführen. So ist es zum Beispiel für Frauen noch immer viel schwieriger, in Führungspositionen aufzusteigen. Mir ist es deshalb besonders wichtig, dass eine Diskussion dieser Rahmenbedingungen stattfindet, gerade auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann

Die Lohndiskriminierung zu bekämpfen ist eine Frage der Gerechtigkeit der Gerechtigkeit gegenüber den diskriminierten Personen, den Frauen vor allem, aber auch ihren Familien, besonders den Einelternfamilien, die häufig in Prekarität, oder gar in Armut leben.
Die Lohndiskriminierung zu bekämpfen ist auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber denjenigen Unternehmen, die das Gleichstellungsgesetz völlig respektieren und die sich einem deloyalen Wettbewerb stellen müssen, mit Unternehmen die unrechtmässig an gewissen Löhnen sparen.
Die Lohndiskriminierung ist nicht nur ein kurzfristiges, sondern auch ein langfristiges Problem, weil sie auch Auswirkungen auf die sozialen Renten hat und, in gewissen Fällen dazu führt, dass eine Unterstützung durch Ergänzungsleistungen durch die Öffentlichkeit nötig sein wird.
Es gibt also ein vorherrschendes gemeinsames Interesse, diese Frage eine Antwort zu geben.

Marlies Amann-Marxer, Regierungsrätin, Liechtenstein

Es ist klar, dass es unterschiedliche Tätigkeiten mit unterschiedlichen Entlöhnungen gibt. Es ist aber ebenso klar, dass es keinen logischen Grund gibt, warum eine Frau für die gleiche Tätigkeit weniger verdienen sollte als ein Mann. Seit 35 Jahren ist die Gleichstellung in der Schweiz gesetzlich verankert, seit 16 Jahren in Liechtenstein. Und noch immer gibt es einen grossen Unterschied zwischen Logik und Gesetz auf der einen Seite und der Realität auf der anderen. Deshalb stehe ich voll und ganz hinter dem Equal Pay Day.

Eveline Widmer-Schlumpf, Alt-Bundesrätin, Eidgenössisches Finanzdepartement

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". An sich eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch ist diese frauenpolitische Forderung noch immer aktuell. Das verfassungsmässige Recht ist nicht überall konsequent umgesetzt. Nach wie vor lassen Bewertungs- und Bezahlungssysteme eine Ungleichbehandlung zu. Darauf ist immer wieder hinzuweisen. Die Öffentlichkeit ist für diese Problematik zu sensibilisieren. Der EqualPayDay nimmt dieses Thema auf und erinnert die gesellschaftlichen Akteure an ihre entsprechende Verantwortung.

Pierre Maudet, Conseiller d'Etat du canton de Genève chargé du Département de la sécurité

Bien que l'égalité entre femmes et hommes soit un principe ancré dans la Constitution et dans la loi, cela est encore loin d'être une réalité absolue en Suisse.
Force est de constater que les écarts statistiques se maintiennent, en particulier concernant l'articulation des vies professionnelles et familiales, l'inégalité salariale ou encore la faible représentativité des femmes aux postes à responsabilités, pour ne mentionner que les exemples les plus représentatifs.
Conscient que l'égalité ne se proclame pas uniquement par un article de loi mais qu'elle se construit chaque jour dans notre tissu économique, politique et social, je souhaite privilégier le dialogue de proximité avec la population et les entreprises. Pour cette raison, à Genève, le bureau de la promotion de l'égalité entre femmes et hommes mène des actions qui ont pour but de faire découvrir aux employeurs les outils concrets à leur disposition pour promouvoir et contrôler l'égalité, et les intérêts directs que peuvent en retirer ceux-ci en investissant dans de telles démarches.
Cette approche positive nous a conduit à développer une campagne que nous avons intitulée "Gagnez avec l'égalité!", qui intègre les initiatives des partenaires comme le Business Professional Women, en particulier l'Equal Pay Day, action que nous soutenons et contribuons à promouvoir à Genève.

 

Doris Leuthard, Bundesrätin

«Frauen setzen Akzente in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur. Frauen sind eine wichtige Stütze der Gesellschaft und tragen zur Entwicklung der gesamten Wirtschaft bei. Frauen sind eine treibende Kraft in vielen Schweizer Unternehmen. Dieser Beitrag muss honoriert werden - abhängig von der erbrachten Leistung und unabhängig vom Geschlecht. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit darf nicht länger ein Lippenbekenntnis sein, sondern muss Realität werden. Ich fordere Wirtschaft und Politik zur Tat auf. Ich ermuntere die Frauen, für ihre Lohnrechte zu kämpfen. Initiativen wie equalpayday unterstützen uns dabei.»

Micheline Calmy-Rey, ehemalige Bundesrätin

"Manche Ungerechtigkeiten sind so schwer zu beseitigen, wie zäh klebendes Pech. Zwar ist die Lohngleichheit - gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frau und Mann - seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Doch heute, beinahe 30 Jahre später, sind die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern noch immer sehr hoch. Im vergangenen Jahr haben Bund und Sozialpartner gemeinsam den "Lohngleichheitsdialog" lanciert, um endlich entschieden gegen diese Lohndiskriminierung anzukämpfen. Der Equal Pay Day bietet Anlass, dieses Thema im öffentlichen Bewusstsein präsent zu halten und solange konkrete Schritte einzufordern, bis die Lohngleichheit Realität ist."

Pascale Bruderer-Wyss, SP, Ständerätin

Der 11. März markiert das Ende jenes Zeitraums, den eine Frau über den Jahreswechsel hinaus arbeiten muss, um den Jahresverdienst ihres männlichen Arbeitskollegen zu erreichen. Die höchst berechtigte, ja im Grunde selbstverständliche Forderung nach Lohngleichheit ist noch immer nicht erfüllt, das ist unverständlich und inakzeptabel. Aber es ist nicht unveränderbar! Initiativen wie der Equal Pay Day machen diesen Missstand sichtbar und den Handlungsbedarf deutlich. Engagieren wir uns gemeinsam - und verhelfen wir unseren Rechten zum Durchbruch.

Brigitta M. Gadient, a. Nationalrätin BDP,  Mitglied BPW, Chur

Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit ist nicht nur ungerecht, sondern verstösst sowohl gegen fundamentale Grundsätze unseres Rechtsstaates, als auch gegen die Interessen einer erfolgreichen und zukunftsgerichteten Wirtschaft. Dies zu beheben, müsste eigentlich selbstverständlich sein. Politik und Wirtschaft sind gefordert, damit eine Selbstverständlichkeit endlich Wirklichkeit wird!

 

Regula Rytz, Co-Präsidentin Grüne Schweiz, Nationalrätin

«Wenn es im gleichen Schneckentempo weitergeht, denn können wir die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männer erst in hundert Jahren erreichen. So lange dürfen wir nicht warten. Denn die Lohndiskriminierung ist nicht nur ungerecht, sondern birgt auch grosse Risiken. Viele Frauenlöhne sind heute so klein, dass sie nicht zum Leben reichen. Ganze Branchen - die sogenannten Frauenberufe - werden unter ihrem Wert bezahlt. Dies muss sich endlich ändern. Der Equal Pay Day ist so lange nötig, bis die Lohnunterschiede endlich abgebaut sind und auch Frauen von ihrer Erwerbsarbeit gut leben können.»

 

Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern

2.5 Prozent betrug der nicht erklärbare Lohnunterschied zu Ungunsten der Frauen beim Arbeitgeber Kanton Bern im Jahr 2009. Dies hat eine flächendeckende Lohnerhebung ergeben. Gemäss einer Analyse des Büro Bass liegt die Differenz beim Bund bei 3.2 Prozent. Ich bin froh, dass wir relativ gut da stehen. Selbst bei der Bernischen Kantonsverwaltung werden jedoch die Frauen im Durchschnitt um 2'225 Franken jährlich schlechter bezahlt als die Männer (ausgehend vom Durchschnittslohn einer Kantonsangestellten inkl. 13. Monatslohn). Bei anderen Arbeitgeberinnen und - gebern um ein Vielfaches: Handlungsbedarf ist gegeben! Ich unterstütze den Equal Pay Day, weil er auf diese Missstände hinweist. Als Erziehungsdirektor des Kantons Bern setze ich mich zudem dafür ein, dass in unseren Kader- und Top-Kader-Positionen Frauen so selbstverständlich Fuss fassen können wie Männer. Davon profitieren wir alle und wirken damit auch den sogenannt erklärbaren Lohnunterschieden entgegen.

Kaspar Müller, Präsident Stiftung Ethos, Genf und responsAbility Social Investments AG, Zürich

«Gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit ist nicht nur ein Gebot der Fairness, es würde auch mehr Frauen zu einer beruflichen Aktivität motivieren.
Die Anreize, welche die Entschädigungspolitik setzt, beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Volkswirtschaft, die meint, es sich leisten zu können, mit zu tiefen Löhnen für Frauen diese nicht adäquat in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess einzubinden, ist keine kluge Volkswirtschaft. Gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass die Fähigkeiten von Frauen, wie z.B. der subtilere und vorsichtigere Umgang mit Risiken, gefehlt haben.
Dass Frauen und Männer gleich viel wert sind, belegt eigentlich die grässliche Managementsprache, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu FTE (Full Time Equivalents) degradiert worden sind. Hier sind Frauen und Männer offenbar gleich. Es gibt keinen Grund, warum das «equal value» nicht auch für den für die Arbeit geschuldeten Lohn, also das «equal pay», gelten soll.»
 

Markus Theunert, Präsident männer.ch - Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen

«Wir Männer haben ein Eigeninteresse, dass Frauen gleich gut entlöhnt werden wie wir. Sonst tappen wir noch lange in die Ernährerfalle.»
 (www.maenner.ch)

Christina Werder, SGB Zentralsekretärin

«Es  ist  höchste  Zeit  für  Lohngleichheit - Lohngleichheit jetzt! Denn auch nach  28  Jahren  Verfassungsgebot und 13 Jahren Gleichstellungsgesetz sind die Löhne der Frauen im Durchschnitt  deutlich tiefer als jene der Männer.  Mit dem Equal Pay Day - den der SGB und seine Verbände  unterstützen, mittragen und mitprägen ? und dem 8. März, dem Internationalen Tag der Frau,  fordern Frauen mit Nachdruck die Lohngleichheit.»

 

Yves Flückiger, vice-recteur de l'Université de Genève, directeur de l'observatoire universitaire de l'emploi et professeur d'économie politique

«L'équité, en matière de salaire notamment, entre les femmes et les hommes en particulier, est une condition indispensable pour attirer les talents et leur permettre de
s'identifier et de s'investir pleinement dans l'entreprise qui la pratique. L'équité salariale constitue donc un facteur nécessaire pour améliorer l'efficacité du système économique et favoriser en fin de compte la croissance économique. Pour atteindre cette équité,
l'entreprise devra sans doute supporter des coûts supplémentaires, à court terme. Mais il seront largement compensés par les bénéfices à plus long terme que cette politique permettra de créer.»

 

Eva Jaisli, CEO, PB Swiss Tools

Für die erfolgreiche Entwicklung der KMUs sind Frauen und Männer verantwortlich. Die Gleichbehandlung in Fragen der Lohnentschädigung und der Eigentumsverhält­nisse sind darum Grundanforderungen für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung unse­rer Wirtschaft. Der Equal Pay Day weist auf verfassungswidrige Umstände hin, die Arbeitgeber ver­antworten, welche die Frauen für gleiche Arbeit schlechter als die Männer entlöhnen. PB Swiss Tools beschäftigt auf allen Hierarchiestufen zu einem Drittel Frauen. Als exportorientierter Hersteller vom Schweizer Qualitätswerkzeug ist Diversität eine  unserer Voraussetzung für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Die Entlöhnung und Anerkennung für Leistung und erfolgreiche Entwicklung erfolgt für Frauen und Männern seit Jahren in gleichem Masse.

 

Benedikt Weibel, benediktweibel GmbH

«Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, so haben Frauen viel erreicht. Mehr als die Hälfte der Studierenden in meiner Management Vorlesung an der Uni sind Frauen. Ihr Vormarsch ist in allen Bereichen der Wirtschaft unübersehbar und unabwendbar. Wenn ich aber denke, was möglich wäre, dann sind wir von einem Idealzustande noch sehr weit entfernt. Ganze Branchen sind immer noch Männerbastionen, was dann besonders stossend ist, wenn ihre Kundschaft in der Mehrheit weiblich ist. In den Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten ist der Frauenanteil nach wie vor kümmerlich. Deshalb sind Aktionstage wie der Equal Pay Day notwendig. Frauen: Bleibt dran!»

 

Brigitte Häberli-Koller, CVP-Ständerätin TG

«Frauen sind für unsere Gesellschaft unentbehrliche Stützen und tragen wesentlich zur Entwicklung der Wirtschaft bei. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss endlich Tatsache werden. Es ist deshalb wichtig, dass wir Frauen für unsere Lohnrechte einstehen.»

 

 

Roby Tschopp, Geschäftsführer ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften

«ACTARES engagiert sich seit der Gründung für eine bessere Vertretung der Frauen in Führungsgremien von Unternehmen. Dass sie dabei gleich viel wie die Männer verdienen sollen, versteht sich von selbst.
Einerseits werden die Mitglieder von Verwaltungsräten durch das Aktionariat gewählt, also von Männern und Frauen, die Aktien besitzen. Daraus ergibt sich von selbst die Forderung nach einer ausgewogenen Vertretung. Andererseits würde sich durch eine Feminisierung der Führungsgremien ein willkommenes Gegengewicht bilden zum unüberlegten Risikoappetit der bisherigen, männlich dominierten, Verwaltungsräte, die es geschafft haben, die Wirtschaft gegen die Wand zu fahren.»

Andreas Rickenbacher, Regierungsrat, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Bern

«Wenn Frauen bei gleicher Qualifikation und derselben Arbeit weniger Lohn verdienen als Männer, dann ist das nicht nur eine stossende Ungerechtigkeit, sondern ist auch volkswirtschaftlich von Nachteil. Verschiedene Studien belegen, dass diejenigen Volkswirtschaften erfolgreich sind, in denen Frauen nach der Gründung einer Familie weiterhin berufstätig sein und ihre Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaft einsetzen können. Dies ist eher der Fall, wenn den Frauen angemessene Löhne bezahlt werden. Ich unterstütze den Equal Pay Day, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Frauen faire und wettbewerbsfähige Löhne zustehen.»

 

Corinne Schärer, nationale Gleichstellungssekretärin bei der Gewerkschaft Unia

«Alle reden von der Krise. Tun wir etwas konkretes dagegen: wenn die Frauen
für gleichwertige Arbeit gleiche Löhne erhalten, dann gibt es in der Schweiz
20 Prozent mehr Kaufkraft!  Das nützt den Firmen und den Beschäftigten.
Gleichzeitig beseitigen die Firmen einen Skandal und tragen dazu bei,
endlich das Gleichstellungsgesetz umzusetzen, das seit fast zwei Jahrzehnten
in Kraft ist. Das sind zwei sehr gute Gründe - fangen wir heute noch an mit
den Taten!»


Edith Graf-Litscher, Nationalrätin SP Thurgau

«Frauen verlieren durch Lohndiskriminierung tausende Franken pro Jahr!
Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern bestehen in allen Branchen, auf allen Hierarchiestufen und über das gesamte Erwerbsleben. Dies, obwohl seit 13 Jahren in unserer Schweizer Verfassung ?gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit? gesetzlich verankert ist. Was auf dem Papier steht, ist in der Arbeitswelt also noch lange nicht Realität. Rund 40% der Lohnunterschiede liegen in Ausbildung,  Erfahrung und andern erklärbaren Bereichen. Für 60% der Lohndifferenz gibt es kleine Erklärung. Wie die letzten 13 Jahre beweisen, reicht es nicht, wenn jede Frau alleine für Ihre Rechte einsteht. Wenn wir die Lohndiskriminierung wirklich beheben wollen,  sind die Arbeitgeber gefordert, zusammen mit den Sozialpartnern konkrete Lösungen zu erarbeiten.»
 

Christoph Neuhaus, Regierungsrat, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, Kanton Bern

«Landesweite Standaktionen erinnern und zeigen am 10. März 2009: Noch ist Gleichberechtigung nicht erreicht. Deshalb leistet der Equal Pay Day, veranstaltet von BPW Switzerland, einen wichtigen Beitrag. An diesem Datum wird mit Nachdruck darauf aufmerksam gemacht, dass es noch einiges zu tun gibt. Gleichberechtigung muss gelebt werden und in meiner Funktion als Regierungsrat (Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion) freue ich mich, dass ich vor wenigen Tagen eine Frau für die Leitung des Kinder- und Jugendamtes auswählen durfte. Sie hat sich aufgrund ihrer Qualitäten gegenüber zahlreichen anderen, qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt. Worte und Taten auf dem steinigen, aber nötigen Weg zu mehr Gleichberechtigung.»

 

Anita Fetz, Ständerätin

«Frauen kämpft um euren gerechten Lohn. Es lohnt sich!»
  

Sandra von May, CEO, Bidungszentrum Feusi

«Eine gute Aus- und permanente Weiterbildung sind wichtige Voraussetzungen zur Gleichstellung von Mann und Frau. Gleicher Lohn für Mann und Frau und Chancengleichheit setzten wir am Feusi Bildungszentrum seit Jahren um.»

 

 

 

Corine Mauch, Stadtpräsidentin Zürich

«Frauen leisten den Löwenanteil der unbezahlten Arbeit in unserer Volkswirtschaft, und bei der bezahlten Arbeit erhalten sie nach wie vor fast ein Fünftel weniger Lohn als Männer. Das ist die Realität  - auch nach 28 Jahren Gleichberechtigungsartikel in der Bundesverfassung. Mit dem Equal Pay Day wird dieser Missstand endlich wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Ich engagiere mich gegen die ungerechte und ungerechtfertigte Aufteilung gesellschaftlicher Leistungen auf die beiden Geschlechter und gegen die Lohndiskriminierung von Frauen. Frauen sind aufgerufen, mit Mut hinzustehen und ihre Rechte dezidiert einzufordern. Und Männer gefordert, mit Überzeugung ihren Teil zur Beseitigung dieser Ungerechtigkeit beizutragen.»

Evi Allemann, Nationalrätin, SP, Bern

«Dass Frauen im Durchschnitt rund 20 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Berufskollegen, ist ein himmelschreiender Zustand. Eine Evaluation der Wirksamkeit des Gleichstellungsgesetzes ergab, dass Frauen oft darauf verzichten, sich dagegen zu wehren. Sie haben Angst um ihren Arbeitsplatz, wollen sich nicht exponieren oder haben nicht genügend Energie und Mut, die schwierige Aufgabe anzupacken, eine vermutete Diskriminierung zu belegen. Aktionen wie der Equal Pay Day können dazu beitragen, betroffene Frauen zu ermutigen, sich gegen Diskriminierungen zur Wehr zu setzen.»

 

Dori Schaer-Born, a. Regierungsrätin Kanton Bern

«Frauen, vergesst Eure bisherige Bescheidenheit, fordert auch bei Euren Löhnen das, was Ihr wert seid!»

 

 

 

 

 

Dr. Kurt Nuspliger, Staatsschreiber des Kantons Bern

«Die Lohndifferenz zwischen Frau und Mann zeigt, dass die Gleichstellung im Erwerbsleben noch nicht erreicht ist. Auch in ökonomisch schwierigen Zeiten sind Wirtschaft, Gesellschaft und Politik herausgefordert, diese Situation zu verbessern. Unternehmen mit einer gleichstellungsfreundlichen Personalpolitik können auf motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen. Diese Zusammenhänge müssen bewusst gemacht werden. Der Equal Pay Day leistet einen Beitrag. Er verdient meine volle Unterstützung.»



Brigitte Rindlisbacher, Schweizerisches Rotes Kreuz, Chefin Rotkreuzdienst

«Als Mitarbeiterin des Schweizerischen Roten Kreuzes habe ich einen Arbeitgeber, für den die gleiche Entlöhnung  für gleichwertige Arbeit selbstverständlich ist.
In meiner Funktion als Chefin Rotkreuzdienst arbeite ich mit Frauen aus verschiedenen medizinischen Berufen zusammen. In Gesprächen mit diesen Frauen erfahre ich, dass auch für Arbeitgeber, die sozial und medizinisch tätig sind, offenbar die Lohngleichheit für Frauen und Männer noch nicht in jedem Fall  selbstverständlich ist!
Diese Tatsache kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten!»
 

Helen Konzett Bargetze, Landtagsabgeordnete, Freie Liste Liechtenstein

«Es ist gegen das Gesetz, Frauen bei gleicher Ausbildung und für gleichwertige Arbeit tiefer zu entlöhnen als Männer. Dennoch ist es leider eine erwiesene Tatsache, dass Frauen in Liechtenstein und der Schweiz für ihre Arbeit durchschnittlich 20% weniger Lohn erhalten.
Eine Frau muss  - bildlich gesprochen - übers Jahresende hinaus bis am 11. März des kommenden Jahres weiterarbeiten, bis sie den gleichen Jahreslohn wie ein Mann mit den gleichen Qualifikationen auf ihrem Bankkonto hat. Dieses Unrecht hält sich hartnäckig. Es muss endlich beseitigt werden - damit es den EQUAL PAY DAY, der auf diesen Missstand aufmerksam macht, nicht mehr braucht.
Machen Sie andere auf den EQUAL PAY DAY aufmerksam und setzen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz für gerechte Löhne und Lohngleichheit ein - das Recht ist auf Ihrer Seite!»

Frauennetz Liechtenstein

Wir Frauen haben viel erreicht in den letzten Jahren. Um vieles mussten wir kämpfen. Heute stehen den jungen Frauen viele berufliche Möglichkeiten offen. Was den Lohn angeht, so ist "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" noch keine Selbstverständlichkeit. Mit dem Equal Pay Day setzen wir uns dafür ein, dass Frauen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen wie Männer. Schöpfen wir Mut aus dem Erreichten! So wird "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für alle Realität.

Zum Frauennetz Liechtenstein gehören:
Business and Professional Women Club Rheintal
Eltern Kind Forum
Fachstelle für Sexualfragen und HIV-Prävention
Fachgruppe Frauen der VU
Frauen in der FBP Frauen in guter Verfassung
Frauenhaus Liechtenstein
Freie Liste
Gleichstellungskommission
infra Informations- und Kontaktstelle für Frauen
Kommission Gender und Diversity der Hochschule Liechtenstein
Liecht. ArbeitnehmerInnenverband Sektion Frauen
Soroptimist International Club Liechtenstein
Soroptimist International Club Vaduz
Stabsstelle für Chancengleichheit
Türkischer Frauenverein
Verein Bildungsarbeit Frauen
Verein Kindertagesstätten Liechtenstein
Zonta Club Vaduz Area  

 

Kontakt

Equal Pay Day Schweiz
Franziska Bürki, Koordinatorin
+41 76 323 58 76

 

Überparteiliche Frauenallianz

 

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