Motto Equal Pay Day 2016: Ein besseres Gesetz gegen das Lohngefälle

Der Bundesrat hat bis zum 3. März 2016 einen Vorentwurf zur Änderung des Gleichstellungsgesetzes in Vernehmlassung gegeben.  

Im Jahr 2016 ist die Lohngleichheit trotz des seit 1981 in der Bundesverfassung verankerten Gleichstellungsartikels noch immer nicht Realität. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen fällt durchs Band weg zugunsten der Männer aus. 

Angesichts dieser Situation rufen die betroffenen Kreise, darunter auch die Frauen von BPW Switzerland - dem grössten Interessenverband berufstätiger Frauen - zum Handeln auf.

Die Bundesbehörden haben einen Lohngleichheitsdialog (2009-2014) zwischen dem Bund, den Dachverbänden der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden und den Unternehmen selber vorgeschlagen. Dieser wurde jedoch mangels Beteiligungen der Unternehmen aufgegeben.

Die Frauenverbände und die Gewerkschaften halten den Druck jedoch weiterhin aufrecht. Eine Allianz von Politikerinnen quer durch alle Parteien hat die Lohngleichheit in das Legislaturprogramm des Bundesrats 2011-2015 aufgenommen. Bereits 2009 haben die Frauen von BPW Switzerland den Equal Pay Day als Aktionstag für Lohngleichheit ins Leben gerufen. Am 7. März 2015 haben mehr als 12'000 Menschen in Bern für aktivere Massnahmen demonstriert.  

Nun stehen wir inmitten der Kampagne zur Abschaffung des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen per Gesetz.  Alles über die Kampagne.

Ein Argumentarium zur Lohngleichheit.

Um zur demokratischen Debatte mit Tatsachen und fundierten Zahlen beizutragen, veröffentlicht BPW Switzerland ein Argumentarium zur Lohngleichheit auf Deutsch, Französisch und Englisch. Es kann kostenlos über die Geschäftsstelle von BPW Switzerland bezogen werden.

Arbeitgeber-in zur Durchführung einer Lohnanalyse: Vernehmlassung offen.

Damit der verfassungsmässige Grundsatz der Lohngleichheit besser verwirklicht wird, soll das geltende Gleichstellungsgesetz vom 25. März 1995 mit der Pflicht der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Durchführung einer Lohnanalyse und zu deren Kontrolle durch eine externe Stelle ergänzt werden. 

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJDP über Lohngleichheit.

Bern, den 18.11.2015.

Lohngefälle zwischen Frauen und Männer in der Schweiz: 15,1%

Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 2014 belief sich auf 15,1 Prozent (2012: 18,9%). 
Im Allgemeinen lässt sich jedoch feststellen, dass die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern mit zunehmenden Anforderungen der Stelle grösser werden. So verdienen beispielsweise Frauen mit hohem Verantwortungsniveau durchschnittlich 8221 Franken brutto pro Monat, während Männer mit demselben Verantwortungsniveau im Schnitt 10'553 Franken verdienen, was einer Differenz von 22,1 Prozent entspricht.

Pressekommunique vom 30.11.2015

Bundesamt für Statistik 

Kundgebung, Bern, 07.03.2015

26 BPW Clubs veranstalten den Equal Pay Day in der Schweiz

Von Kreuzlingen bis Genf, mit schwerpunkten in Zürich, Bern, Basel und Davos, veranstalten 26 BPW Clubs eine Equal Pay Day Veranstaltung

Equal Pay Day Veranstaltungen 2016.

Equal Pay Day - Tag der Lohngleichheit Frau / Mann

Frauen verdienen in der Schweiz 15,1 Prozent weniger als Männer. Sie müssen somit bis zum 24. Februar  arbeiten, um denselben Lohn zu erhalten, den Männer schon am 31. Dezember  in der Tasche haben. Frauen verdienen nicht weniger, weil sie weniger leisten, sondern weil sie für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden. Deshalb gibt's den Equal Pay Day, den Tag für Lohngleichheit von Frau und Mann. Der Equal Pay Day findet auf Initiative von Business and Professional Women (BPW) Switzerland statt.

Das geht ins Geld!

Zur Erinnerung

Schwankungen des Lohnunterschiedes zwischen Frauen und Männern in der Schweiz ab 2008, basierend auf der Erhebung der Salärstrukturen (Daten der Untersuchungen jeweils in Klammern).

Mottos der Equal Pay Days:

2015: Zertifikationen zur Lohngleichheit
2014: Lohngleichheit im Bereich der Öffentlichen Hand
2013: Bonus und Lohnnebenleistungen unter der Lupe
2012: Best Practices in Unternehmen
2011: Manifest

 

Simonetta Sommaruga, Bundesrätin

"Der Prozess der Gleichstellung ist längst nicht abgeschlossen."  mehr...

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Hier finden Sie weitere Statements

Überparteiliche Frauenallianz

 

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